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Spirituelle Reise

Whisky-Tasting in der Villa Konthor in Limburg
Spirituelle Reise
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Der Whisky-Vikar Dr. Dr. Wolfgang F. Rothe in seinem Element © Annette Krumpholz

„Er gibt uns Menschen eine Ahnung vom Paradies“ schwärmt Dr. Dr. Wolfgang F. Rothe und meint damit guten Whisky. Der gebürtige Marburger kennt sich mit beidem gut aus – sowohl mit dem hochprozentigen Kultgetränk, als auch mit dem Garten Eden. Rothe ist katholischer Priester und Kirchenrechtler. Bekannt ist er als „Whisky-Vikar“, Buchautor und anerkannter Experte für den goldenen Branntwein.

Jetzt nahm er bei einer Whisky-Verkostung, die von der Katholischen Erwachsenenbildung Frankfurt (KEB) und der Villa Konthor veranstaltet wurde, die Gäste mit auf eine „spirituelle Reise“ - in gleich mehrfachem Sinn.

09.09.2021, KEB, Katholische Erwachsenen Bildung im Bistum Limburg, Villa Kontor, WhiskeyVikar, Whiskeytasting
© Annette Krumpholz

Mit erstaunlichem Detailwissen schlug er den Bogen von den Ursprüngen des Whiskys im iro-schottischen Mönchtum, über die geschichtlichen und topografischen Eigenheiten der schottischen Highlands („in einem versteckten Seitental am nordöstlichen Zipfel Schottlands liegt diese besondere Destillerie“) bis hin zu den geschmacklichen Akzenten eines jeden Whiskys. In der Luft lagen tatsächlich die jeweils angesprochenen Aromen von rauchigem Torf, Vanille und Brombeere oder die Frische der Nordseeluft – je nachdem, welcher edle Tropfen gerade eingeschenkt wurde.

Wasser des Lebens, oder auf Gälisch „uisge beatha“, nennen die Schotten den Whisky. Gesprochen wird das in etwa „uschkeba“ und über die Jahrhunderte wurde daraus „Whisky“. Die Ursprünge des Kultgetränks liegen im Dunkel der schottischen Geschichte. Erste schriftliche Aufzeichnungen dazu gibt es aus dem 15. Jahrhundert – von Steuerbehörden.

Zunächst waren es vor allem die christlichen Klöster, die Brennereien betrieben, um heilende Tinkturen herzustellen. Auch eigene von Ordensleuten betriebene Gasthäuser halfen bei der Christianisierung der Insel. Über die Jahrhunderte kam es immer wieder zu teils blutigen Konflikten mit den Engländern, die vom fernen London aus das Brennen von Whisky untersagten. Die Schotten ließen sich ihr Nationalgetränk jedoch nicht verbieten und brannten heimlich weiter. Unzählige illegale Destillerien verschwanden erst vor zweihundert Jahren, als man sich mit den Engländern auf einen festen Steuersatz pro Gallone einigte.

Auch hierzulande ist Whisky immer beliebter. Rein statistisch trinkt jeder Deutsche pro Jahr mehr als einen halben Liter des „flüssigen Goldes“. „Aber: Whisky trinkt man nicht – man verkostet ihn!“, betont Rothe, denn „man will ja Genießer und nicht Trinker sein“, fügt er augenzwinkernd hinzu.

09.09.2021, KEB, Katholische Erwachsenen Bildung im Bistum Limburg, Villa Kontor, WhiskeyVikar, Whiskeytasting
© Annette KrumpholzGenießen im Gewölbe der Villa Konthor: Susanne Salewski und Dirk Stückrath aus Limburg.

Die Stimmung ist gut in der Villa Konthor an diesem Abend, der Experte berichtet leichtfüßig und anschaulich, flechtet Anekdoten und Gags ein und wirkt stets vollkommen in seinem Element. Dass er zum schwarz-weißen Kollar eines katholischen Priesters ganz selbstverständlich einen echten schottischen Kilt trägt, wirkt vollkommen passend und authentisch. Die Gäste nehmen anregende Gespräche, interessante Informationen und köstliche Eindrücke mit.

„Sich endlich mal wieder in echt begegnen zu können – das ist schon wirklich wunderbar!“ fasst Susanne Salewski aus Limburg zusammen, strahlt dabei über das ganze Gesicht und spricht den anderen Gästen der Villa Konthor regelrecht aus der Seele.

Jeden ersten Freitag im Monat ist Dr. Dr. Wolfgang F. Rothe mit seinem Podcast „Spirit meets spirituality“ auf dem YouTube Kanal der KEB zu sehen. In etwa fünfminütigen Videos berichtet er über Wissenswertes rund um das Thema Whisky.

Hier kommen Sie zur Playlist.

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