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Neue Leitung in Montabaur

Dr. Georg Poell kennt sich im Bistum bestens aus und freut sich auf Neues
Neue Leitung in Montabaur
Neue Leitung in Montabaur
© Annette Krumpholz / KEB

Von Hadamar nach Montabaur

„Ich freue mich, Neues zu lernen!“, schmunzelt Dr. Georg Poell. Er ist ab dem 1. Juli 2021 neuer Leiter der Katholischen Erwachsenenbildung Westerwald-Rhein-Lahn (KEB) mit Sitz in Montabaur.

Der 57-jährige Theologe kennt sich bestens aus im Bistum. Mehr als 18 Jahre war er als Bezirksreferent im Bezirk Limburg tätig. Sein bisheriges Tätigkeitsgebiet kann man guten Gewissens als überaus vielfältig beschreiben. Etliche Pfarreiwerdungsprozesse hat er begleitet – nicht zuletzt deswegen ist er exzellent vernetzt und ein echter Kenner der synodalen Gremien im Bistum. Jetzt reizt es den Mann vom Niederrhein, weiterzuziehen, das Neue zu entdecken und mit Bekanntem zu verbinden.

16.06.2021, Georg Poell, KEB, Katholische Erwachsenen Bildung im Bistum Limburg, Montabaur
© Annette Krumpholz / KEB

Theologie bedeutet auch Vielfalt der Denkweisen

„Ich bin froh und dankbar, dass wir mit Dr. Georg Poell einen neuen Leiter am Standort Montabaur gefunden haben, der im Bistum verwurzelt und in der Kirche verankert ist und dabei mit beiden Beinen fest im Leben steht!“, sagt Johannes Oberbandscheid, Abteilungsleiter der Katholischen Erwachsenenbildung im Bistum Limburg über die Neubesetzung.

Messdiener war Dr. Poell in seiner Jugend, später auch weiterhin ehrenamtlich in der Kirche engagiert und ist mit eigenen Worten „durch und durch katholisch“. Das Theologiestudium war dann naheliegend. „Es ist bis heute faszinierend für mich, welchen ‚Bauchladen‘ die Theologie bietet. Die Vielfalt der Denkweisen ist und bleibt spannend!“, schwärmt er geradezu und als Zuhörer spürt man, mit welchem Feuer diese Worte aus ihm heraussprudeln. Authentisch ist er in seinem Glauben und in seinem Engagement.

Fragen stellen und Menschen zusammenführen

Sein Antrieb: Fragen stellen und wissbegierig bleiben. Durch sein langjähriges Studium der  systematischen Theologie an der Universität Münster ist er die Auseinandersetzung und das Ringen um theologische Fragen gewohnt. „Die unverfügbare Würde für jeden Menschen“ ist für ihn ein zentrales Element seines Glaubens.

In seiner neuen Tätigkeit möchte er Menschen zusammenführen, die Interesse an Gott und der Welt haben und eine Nähe zu existenziellen Fragen des Lebens spüren. Diese Menschen sprachfähig machen in einem sich rasch verändernden Umfeld sieht er als eine der zentralen Aufgaben der KEB. „Wie kann man in der heutigen Welt verantwortet von Gott reden und für ihn eintreten?“, fragt Dr. Poell neugierig. Antworten will er nicht vorgeben, sondern sie in einer gemeinsamen Debatte ergebnisoffen diskutieren.

16.06.2021, Georg Poell, KEB, Katholische Erwachsenen Bildung im Bistum Limburg, Montabaur
© Annette Krumpholz / KEB

Debattenkultur fördern

Noch im Sommer plant er daher zu einem Fragenfinder-Treff im Bezirk einzuladen. Er möchte mit allen Interessierten im Westerwald, an Rhein und Lahn eine Diskurskultur neu entwickeln. Die Herausforderungen, die sich daraus ergeben könnten, gehen weit über Kirche hinaus: Welchen Wert haben Debatten und müssen wir Angst vor Streit haben? Welche Rolle kann Kirche in diesen Gesprächen haben?

Auch die Kirchengebäude will der neue KEB-Leiter wieder mehr in den Fokus rücken. Die Bauten sind oft prägend für das Dorfbild und echte „Hingucker“ – auch für anders- oder nichtgläubige Menschen. Darin sieht Dr. Poell bisher ungenutzte Chancen der Identifikation. Außerdem spielt bereits die Bundesgartenschau 2029 eine Rolle in seinen Plänen. Auch hier möchte der Theologe für die gesellschaftliche Bedeutung von Kirchen, auch im Zusammenspiel mit Burgen entlang des Rheins, sensibilisieren.

Sehr dankbar und mit großem Respekt begegnet er ehrenamtlich Engagierten. Ohne deren Unterstützung und unermüdliches Wirken sei in Kirche und Gesellschaft vieles nicht umsetzbar. Den Menschen in seiner neuen Tätigkeit will er möglichst bald begegnen und hofft darauf, dass echte Treffen wieder erleb- und erfahrbar werden und bleiben.

„Für die neue Aufgabe wünsche ich, gemeinsam mit allen Kolleginnen und Kollegen, viel Freude, Erfolg und Gottes Segen“, so Johannes Oberbandscheid.

Eine Neubesetzung der Stelle war erforderlich, nachdem der langjährige Leiter der KEB Westerwald, Rhein-Lahn, Johannes Müller-Rörig im Frühjahr 2021 in den Ruhestand ging – nach 39 Dienstjahren beim Bistum Limburg.

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