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Erzählen verbindet

Erkundungen zwischen Judentum, Islam und Christentum
Erzählen verbindet
Erzählen verbindet
© Mopic / StockAdobe

Brücke zwischen den Religionen

Es ist eine der ursprünglichsten Erfahrungen der Menschheit: beisammen sitzen und Geschichten erzählen. Das gemeinsame Lauschen, die miteinander erlebte Spannung und spontanes, befreiendes Lachen überwinden alle Grenzen. Was heute mit dem Boom der Podcasts in unserem modernen Leben stattfindet, verbindet Juden, Muslime und Christen seit den Ursprüngen ihrer Religionen.

Die gemeinsame Tradition des Erzählens als Brücke zwischen den abrahamischen Religionen erkundet eine Abendveranstaltung am Dienstag, 14.09.2021 ab 18:00 Uhr im Haus am Dom in Frankfurt, zu der die Katholische Erwachsenenbildung (KEB) herzlich einlädt.

Mit dabei sind exzellente Kenner*innen der Erzählkultur: die Judaistin PD Dr. Elke Morlok, der islamische Religionswissenschaftler Dr. phil. Ulvi Karagedik, der katholische Theologe Prof. Dr. Tobias Specker SJ und Dr. Frank van der Velden, katholischer Theologe und Islambeauftragter im Bistum Limburg. Sie erspüren die Gemeinsamkeiten der drei großen monotheistischen Religionen, decken interessante Details auf und lassen teilhaben an der Kunst des Erzählens.

„Dies ist eine der wichtigsten Kulturtechniken, die Juden, Christen und Muslime zur Auslegung ihrer Heiligen Texte nutzen, und es nimmt auch in den Schriften selber einen großen Raum ein. Dabei sind die Erzählungen und Erzähltechniken vielfältig untereinander verbunden.“, erläutert Dr. van der Velden und fügt hinzu: „Aber auch außerhalb der Religionen können wir durch Erzählen das auszudrücken, was uns wichtig und notwendig erscheint, selbst dann, wenn wir im ‚richtigen Leben‘ nicht darüber verfügen können.“

Im zweiten Teil des Abends wird deswegen live erzählt. „Hakawati“ heißt die besondere Form des syrisch-arabischen Erzählers. Der Schauspieler und Theaterregisseur Bassam Dawood, der seit sieben Jahren in Berlin lebt, hat diese traditionelle Erzählkunst wieder aufleben lassen. Seine poetisch-fesselnden Geschichten lassen die Zuhörenden eintauchen in eine andere, zauberhafte Welt. Wie ein geheimnisvolles, seidiges Spinnennetz sind seine Worte und Beschreibungen miteinander verwoben und man lässt sich nur zu gern einfangen von den verschiedenen Strängen der Handlung, die er teils überraschend, teils dramatisch verbindet. So eröffnet Bassam Dawood eine hier lange nicht mehr erlebbare Dichtkunst, die zum Schwelgen und Lauschen verführt.

Referenten: PD Dr. Elke Morlok, Dr. phil. Ulvi Karagedik, Prof. Dr. Tobias Specker SJ, Bassam Dawood, Dr. Frank van der Velden

Veranstalter: Veranstalter des Abends sind die Katholische Erwachsenenbildung im Bistum Limburg (KEB) und die Philosophisch-Theologische Hochschule Sankt Georgen. Kooperationspartner sind das Bayrische Forschungszentrum für Interreligiöse Diskurse (BaFID) und das Haus am Dom Frankfurt.

Termin: Dienstag, 14.09.2021, 18:00 Uhr

Die Veranstaltung wird unter den tagesaktuell geltenden Hygiene- und Schutzmaßnahmen des Haus am Dom Frankfurt durchgeführt (bitte informieren Sie sich unter https://hausamdom-frankfurt.de/thema/uebersicht-Haus-am-Dom/ ). Derzeit gilt (Stand 15.7.2021), dass Teilnehmende entweder geimpft, getestet oder genesen sein müssen.

Veranstaltungsflyer zum Download

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Bistum Limburg

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