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Das Matthäus-Evangelium quer gelesen
Das Matthäus-Evangelium quer gelesen
© Renata Sedmakova - fotolia.de

Das Matthäus-Evangelium quer gelesen

Eine verbreitete Vorstellung besagt, die Bibel sei gegen Homosexualität. Mit diesem Vor-Urteil wurde sie viele Jahrhunderte lang gelesen. Aber was passiert, wenn man sich von dieser Vorstellung verabschiedet und die Bibel aus der Perspektive von schwulen, lesbischen, bisexuellen, transgeschlechtlichen und intersexuellen Menschen liest? Was passiert, wenn man biblische Texte quer liest? Abschnitte, die bislang wenig beachtet wurden, treten plötzlich ins Zentrum und erscheinen in einem neuen Licht; Vorstellungen über eine schöpfungsgemäße Ordnung der Geschlechter oder der Sexualität werden hinterfragt. Die Bibel tritt mit sich selbst in Dialog.

Der Workshop am 16. November 2018 vermittelt Ansätze und Perspektiven des queren Bibellesens. Dazu werden drei Passagen aus dem Matthäus-Evangelium gemeinsam gelesen: die Fernheilung des „Burschen“ des Hauptmanns von Kafarnaum (Mt 8,5-13), das Eunuchenwort (Mt 19,12) sowie eine „Antithese“ aus der Bergpredigt in Mt 5,21f. Dabei kommen auch klassische Methoden der Exegese (synoptischer Vergleich, Textkritik, religionsgeschichtlicher Vergleich) zur Anwendung. 

Weitere Informationen hier. (hk)